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Aktive Bürgerinnen und Bürger: Dieter und Monika Haas 

Der September 2010 wird wohl einigen Leupoldsgrünern in Erinnerung bleiben, da sie sich von zwei aktiven und ins Dorfleben integrierten Menschen verabschieden müssen, die nach fast drei Jahrzehnten in Leupoldsgrün schweren Herzens wegziehen. 

Ein Abschied nach vielen Jahren

Dieter und Monika HaasDie Rede ist vom Ehepaar Monika und Dieter Haas. Ihr Interesse und Mithilfe im Ort waren besonders beim ASV sehr groß, vor allem weil sie eigentlich „Zugraste“ sind und sie dennoch viel Gefallen an ehrenamtlichen Arbeiten in Leupoldsgrün fanden. Dieter Haas hat sich besonders engagiert, egal ob als Träger von Ehrenämtern oder einfach als Helfer bei kleinen und großen Veranstaltungen wie zum Beispiel beim Wiesenfest oder der Sportwoche. Seine Freizeit gehörte dem Dorf. 

Dieters Traumberuf

Dieter Haas wurde am 20.11.1946 in Saarburg (Rheinland-Pfalz) geboren. Doch in der Heimat hielt es ihn nicht besonders lange. Nach seinem Volksschulabschluss machte er eine Lehre zum Elektromechaniker, Spezialgebiet Elektronik und später noch eine Ausbildung zum Rundfunk- und Fernsehtechniker. Für damalige Verhältnisse hatte Dieter Haas einen sehr fortschrittlichen Beruf gewählt. Bereits in den 60ern ging er auf Montage und lernte so Deutschland kennen.

Zwar gefiel ihm die Arbeit, doch mit der Einberufung zur Bundeswehr als Wehrpflichtiger 1966 war der wirkliche Traumberuf gefunden. Das kann man Dieter auch nicht verdenken, da ihm der Beruf als Soldat sozusagen bereits in die Wiege gelegt wurde. Schon im Militär des Kaiserreichs, in der Wehrmacht und eben schließlich in der Bundeswehr war bzw. ist die Familie vertreten. Da wundert es einen wohl auch nicht, dass Dieter seine Monika auch bei der Bundeswehr kennenlernte. Als Zeit- und später Berufssoldat im Bereich „Radar“ (Radarelektronikfeldwebel) bereiste er als Lernender und Lehrender ca. 30 Bundeswehrstandorte in Deutschland. Zwischen 1971 und 1983 war er in Lechfeld stationiert und lernte dort die Bürokraft Monika kennen und lieben. 1983 zogen dann beide zusammen nach Leupoldsgrün und Dieter nahm seine Arbeit am Bundeswehrstandort Döbraberg auf. Auch zwischenzeitige andere Arbeitsstellen im Bereich „Neue Länder“ konnten an der Wahlheimat Leupoldsgrün nichts mehr ändern. Es kam Tochter Stefanie zur Welt und 1989 wurde geheiratet. Mittlerweile ist Dieter auch glücklicher Opa der beiden Kinder seiner Stieftochter. Nach seiner Pensionierung im März 2000 trat die Tochter als Zeitsoldatin in die Fußstapfen des Vaters – ach ja, die Gene… Die zukünftige Nähe zur Tochter war dann leider auch der ausschlaggebende Punkt, Leupoldsgrün nun doch noch zu verlassen. 

Ohne Gemeinschaft geht es nicht

Nachdem er bereits in Lechfeld aktiver Fußballer, Jugendtrainer und Jugendwart der Wasserwacht war, stieg er auch in Leupoldsgrün in die Vereinsarbeit ein.Dieter und Monika Haas

Vor allem beim ASV Leupoldsgrün beteiligte er sich in viele Bereichen. Vom aktiven Spieler bzw. Torwart und kurzzeitigen Trainer über Trainer der A-Jugend 1984-90 und „Vollblut-Jugendtrainer“ seiner Jungs von der F- bis zur C-Jugend (2002-2010) bis hin zum langjährigen und häufig benötigten „Medizinmann“ der 1. und 2. Mannschaft und Wirt des Sportheimes - überall war Dieter anzutreffen. Helfen zur Sportwoche und anderen Festivitäten sowie als Platzwart kommt auch noch dazu.

Auch in fast allen anderen Ortsvereinen waren das Ehepaar Haas mehr oder weniger aktive Mitglieder. Dieter und Monika Haas

Der Abschied fällt nicht leicht

So ist es nicht schwer festzustellen, dass die Beiden mit Leupoldsgrün  

doch sehr verbunden sind und der Abschied dementsprechend schwer fallen wird. Doch der Wunsch nach Neustadt/Waldnaab zu ziehen überwiegt verständlicherweise. Und der Dieter und die Monika werden es sich bestimmt nicht nehmen lassen, bei den „Leipoldsgrienern“ gelegentlich mal vorbeizuschauen. Der Opel läuft ja bestimmt noch ein paar Jahre.

Der Dieter - ein Unikat

Mit Dieter Haas verlässt uns ein hilfsbereiter, kontaktfreudiger, ehrgeiziger, wissbegieriger und wagemutiger Weggefährte. Das zeigt sich auch an seinen vielen sportlichen Aktivitäten, über die man gelegentlich im Wirtshaus etwas erfährt, wenn er mal wieder ein wenig aus dem Nähkästchen plaudert. Neben Drachenfliegen, Surfen, Skifahren (Alpin und Langlauf), Leichtathletik und diversen Bundeswehrwettkämpfen, hat ihn besonders das Fallschirmspringen begeistert. Auch jetzt hat er seine Aktivität, Flexibilität und Lust auf neue „Abenteuer“ nicht verloren und stürzt sich sozusagen mit seiner Frau schon ins nächste. Dabei wünsche ich euch viel Glück, Gesundheit und Gottes Segen.

Verabschiedet wurden Dieter und seine Frau Monika mit einer Überraschungsparty im Sportheim, zu der viele gekommen waren.

Der fleißige Wirtshausgänger und Stammtischfreund wird nach eigenen Aussagen neben den vielen Menschen, die ihm in Leupoldsgrün und Umgebung ans Herz gewachsen sind, auch das „Scherdel-Bier“ vermissen, welches er in den Leupoldgrüner Wirtschaften kennen und lieben gelernt hat. Also wer ihn und seine Frau einmal besuchen will, weiß ja, was er als Präsent mitzubringen hat.

In diesem Sinne wünsche ich euch alles Gute für die Zukunft, ein schönes neues Zuhause mit vielen glücklichen Stunden und hoffe auf ein baldiges Wiedersehen in Leupoldsgrün! 

(Annika Popp - September 2010)